Das SPT-Gerät besteht aus einem 63,5 kg schweren Fallhammer, der aus 760 mm Höhe auf eine Gestängestange fällt. In Bottrop setzen wir diesen Standard Penetration Test vor allem in den quartären Sanden und Kiesen der Emscherzone ein. Dabei wird der Rammwiderstand N-SPT für jede 30 cm Penetration aufgezeichnet. Vor der Bohrung führen wir ergänzend eine Untersuchung mit Schürfgruben durch, um die Schichtgrenzen optisch zu erfassen. Das SPT liefert sofort verwertbare Werte zur Bodenklassifikation und zu Kornbruchphänomenen in den Lockersedimenten des Ruhrgebiets. Die Ausrüstung wird täglich kalibriert – das garantiert reproduzierbare Ergebnisse auch in heterogenen Böden Bottrops.

Der N-SPT-Wert ist der Schlüssel zur Tragfähigkeit – in Bottrops quartären Sanden liefert er die verlässlichste Aussage zur Gründungsebene.
Methodik und Umfang
- N-SPT als Summe der Schläge für Eindringtiefe 300 mm
- Lagerungsdichte locker, mitteldicht, dicht
- Korrekturwerte für Überlagerungsdruck (CN)
- Klassifikation nach USCS und DIN 18196
Lokale Besonderheiten
In Bottrop beobachten wir häufig, dass die oberflächennahen Sande durch Bergsenkungen aus dem Steinkohlebergbau vorbelastet sind. Der Standard Penetration Test erkennt solche Vorbelastungen anhand höherer N-Werte als erwartet. Werden diese Werte nicht korrekt interpretiert, kann die Gründung auf weicheren Schichten aufsetzen. Das Risiko: ungleiche Setzungen und Bauschäden. Der SPT allein reicht nicht – wir kombinieren ihn mit Rammkernsondierungen für dynamische Fragestellungen in seismisch aktiven Zonen des Ruhrgebiets.
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Geltende Normen
DIN EN ISO 22476-3:2017-08 (SPT), DIN 4094:2012-10 (Rammsondierung), Eurocode 7 (EN 1997-1:2004) – Geotechnische Bemessung
Zugehörige Fachleistungen
Durchführung SPT nach DIN EN ISO 22476-3
Komplette Sondierung mit zertifiziertem Hammer und Gestänge. Aufzeichnung der Schlagzahlen pro 30 cm. Dokumentation mit Bohrprofil und N-SPT-Verlauf. Geeignet für Sande, Kiese und schwach bindige Böden.
N-SPT-Auswertung und Tragfähigkeitsnachweis
Berechnung der zulässigen Bodenpressung aus N-SPT nach DIN 1054. Korrektur für Grundwassereinfluss und Überlagerungsdruck. Lieferung als Tabellen und Diagramme für die statische Berechnung.
Kombinierte SPT-Laboruntersuchung
Ergänzung des SPT durch Kornverteilung und Zustandsgrenzen (DIN 18196) an entnommenen Mischproben. Ermittlung des Reibungswinkels und der Kohäsion aus Korrelationen mit N-SPT.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Was kostet ein Standard Penetration Test (SPT) in Bottrop?
Die Kosten für einen SPT in Bottrop liegen je nach Bohrtiefe und Zugänglichkeit zwischen 520 und 700 Euro pro Ansatzpunkt. Bei mehreren Messpunkten auf einer Baustelle reduziert sich der Einzelpreis durch Anfahrtskostenverteilung.
Wie tief kann der SPT in Bottrops Böden ausgeführt werden?
In den quartären Sanden und Kiesen der Bottroper Emscherzone sind Tiefen von 10 bis 20 Metern üblich. Bei starken Kieslagen oder Fels (Karbon) stoppt der Test vorzeitig. Der N-SPT verliert unterhalb von 15 Metern an Aussagekraft.
Welcher N-SPT-Wert gilt als ausreichend für eine Flachgründung?
Für eine Flachgründung in Bottrop wird in der Regel ein N-SPT von mindestens 10 für Sandböden gefordert. Bei N-SPT unter 8 muss mit einer Tiefengründung oder Bodenverbesserung gerechnet werden. Die genauen Anforderungen hängen von der Gebäudelast ab.
Wie zuverlässig ist der SPT in bindigen Böden wie Ton oder Schluff?
Der SPT liefert in bindigen Böden nur orientierende Werte. In Bottrops Emschermergel (Ton, Schluff) bevorzugen wir das Presiometer oder die Flügelschersonde für präzise Scherparameter. Der SPT dient hier eher der Schichtabgrenzung als der Tragfähigkeitsbewertung.