Das Ruhrgebiet mit seinen wechselhaften geologischen Verhältnissen prägt die Bauprojekte in Bottrop. Die Stadt liegt im Bereich der Emscher-Niederung, wo sandige und kiesige Terrassenablagerungen auf tonige Schluffe treffen. Genau hier setzt die Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren) an – sie liefert verlässliche Werte zur erreichten Verdichtung direkt auf der Baustelle. Bevor wir jedoch die Dichte messen, klären wir oft mit einem Aufschluss durch Schürfgruben die Schichtgrenzen ab, und ergänzen die Ergebnisse durch einen Proctorversuch im Labor zur Referenzdichte. Nur so lassen sich die Vorgaben der ZTV E-StB für den Erd- und Straßenbau in Bottrop zuverlässig einhalten.

In Bottrop liefert das Sandkegelverfahren zuverlässige Trockendichtewerte direkt auf der Baustelle – ohne Netzanschluss und mit Ergebnissen am selben Tag.
Methodik und Umfang
Lokale Besonderheiten
Die DIN 18125-2 verlangt eine sorgfältige Kalibrierung des Sandes und eine gleichmäßige Trichterfüllung. In Bottrop ist das Risiko eines Messfehlers besonders hoch, wenn der Untergrund Wasser führt oder die Prüffläche nicht ausreichend abgestützt ist. Stehen Grundwasser oder stark bindige Böden an, kann das Sandkegelverfahren an seine Grenzen stoßen. Dann weichen wir auf das Gammasondenverfahren oder die Dichtemessung mit Plattendruckversuch aus, um vergleichbare Werte zu erhalten. Ein unzureichend verdichteter Boden führt später zu Setzungen – das gefährdet die Standsicherheit von Verkehrsflächen und Gebäuden.
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DIN 18125-2:2020-08 (Feldversuch mit Sandkegelgerät), DIN 18127 (Proctorversuch – Referenzdichte), ZTV E-StB (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für Erdarbeiten im Straßenbau), DIN EN 13286-2 (Verdichtungskontrolle für hydraulisch gebundene Tragschichten)
Zugehörige Fachleistungen
Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2
Standardverfahren zur Ermittlung der Trockendichte und des Verdichtungsgrads in sandigen und kiesigen Böden der Bottroper Terrassenablagerungen.
Wassergehaltsbestimmung
Parallel zur Dichtemessung wird der natürliche Wassergehalt im Labor bestimmt – Grundlage für die Berechnung der Trockendichte aus der Feuchtdichte.
Proctorversuch nach DIN 18127
Ermittlung der Referenzdichte (Proctordichte) für den jeweiligen Boden. Ohne diesen Wert ist der Verdichtungsgrad nicht definierbar.
Plattendruckversuch nach DIN 18134
Ergänzende Tragfähigkeitsprüfung auf verdichteten Flächen – liefert den Verformungsmodul Ev2 und wird oft bei der Abnahme von Erdplanien gefordert.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Bottrop?
Eine einzelne Messung liegt zwischen 100 € und 120 €, abhängig von der Anzahl der Prüfpunkte und dem Aufwand für die Kalibrierung. Bei größeren Prüfserien gewähren wir einen Staffelrabatt.
Welche Böden in Bottrop eignen sich für das Sandkegelverfahren?
Das Verfahren ist optimal für sandige und kiesige Böden, wie sie in den Bottroper Terrassenablagerungen vorkommen. Bei bindigen Böden mit hohem Tonanteil kann das Loch instabil werden – dann setzen wir alternativ die Gammasondendichtemessung ein.
Muss ich vor der Dichteprüfung eine Proctordichte bestimmen lassen?
Ja, unbedingt. Der Verdichtungsgrad Dpr wird aus dem Verhältnis von gemessener Trockendichte zur Proctordichte berechnet. Ohne diesen Referenzwert ist das Ergebnis nicht aussagekräftig. Wir führen den Proctorversuch nach DIN 18127 im eigenen Labor durch.