Auf einem ehemaligen Zechengelände in Bottrop-Batenbrock stießen wir bei den ersten Bohrungen auf eine starke Verunreinigung mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Der Aushub roch deutlich nach Teer. Für den geplanten Wohnungsneubau war das ein ernstes Hindernis. Unser Team führte daraufhin eine detaillierte Erkundung mit Rammkernsondierungen durch, um die Schadstoffverteilung im Untergrund dreidimensional zu erfassen. Die Proben gingen zur chemischen Analyse ins Labor. Parallel dazu ermittelten wir die hydraulische Durchlässigkeit des Bodens, denn ein Abstrom in Richtung Grundwasser musste ausgeschlossen werden. Die Sanierung kontaminierter Böden in Bottrop erfordert oft einen Mix aus Aushub und bodenphysikalischer Nachbehandlung. Mit einem geotechnischen Gutachten stellen wir sicher, dass die Maßnahme standsicher und umweltverträglich ausgeführt wird.

Die Sanierung kontaminierter Böden in Bottrop erfordert einen Mix aus Aushub und bodenphysikalischer Nachbehandlung – immer begleitet von einem geotechnischen Gutachten.
Methodik und Umfang
Wir arbeiten dabei nach einem klaren Schema:
- Historische Recherche: Welche Nutzung lag früher vor? (Kokerei, Bergbau, Chemie)
- Orientierende Erkundung: Rammkernsondierungen und erste Schadstoffanalytik
- Detailerkundung: Dichte Rasterbeprobung, Grundwassermessstellen, Bodenluftmessung
- Sanierungsplanung: Auswahl des Verfahrens (Aushub, Bodenaustausch, biologische Behandlung)
Lokale Besonderheiten
Die BBodSchV (Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung) schreibt für Bottrop als ehemaligen Bergbaustandort besonders strenge Prüfwerte vor. Wird ein Schadstoffherd nicht vollständig erfasst, kann kontaminiertes Grundwasser in die Emscher oder den Rhein-Herne-Kanal gelangen. Das Risiko einer Haftung für Folgeschäden ist hoch. Unser Team dokumentiert jede Entnahmestelle lückenlos und erstellt einen Sanierungsnachweis, der vor der Behörde Bestand hat. Nur so ist gewährleistet, dass das Bauvorhaben rechtssicher abgeschlossen werden kann.
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BBodSchG (Bundes-Bodenschutzgesetz), BBodSchV (Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung), DIN 4020 (Geotechnische Erkundung), DIN EN ISO 9377-2 (Bestimmung des Kohlenwasserstoffindex), LAGA-Richtlinie (Länderarbeitsgemeinschaft Abfall)
Zugehörige Fachleistungen
Orientierende Erkundung und Gefährdungsabschätzung
Historische Recherche, 5–10 Rammkernsondierungen, chemische Analyse auf PAK/MKW/Schwermetalle, Erstellung eines Gefährdungsabschätzungsberichts gemäß BBodSchV. Geeignet für kleine bis mittlere Bauvorhaben in Bottrop.
Detailerkundung und Sanierungsplanung
Dichtes Raster mit 15–30 Bohrpunkten, Grundwassermessstellen, Bodenluftmessung, 3D-Schadstoffmodell, Variantenvergleich (Aushub vs. biologische Behandlung), behördliche Abstimmung. Für größere Areale wie Gewerbebrachen in Bottrop.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Wann muss eine Sanierung kontaminierter Böden in Bottrop durchgeführt werden?
Immer dann, wenn bei einer geplanten Bebauung die Prüfwerte der BBodSchV überschritten werden. Das ist auf ehemaligen Zechen-, Kokerei- oder Industrieflächen in Bottrop häufig der Fall. Auch bei einem geplanten Bodenaustausch für eine Baugrube ist eine vorherige Erkundung Pflicht.
Welche Verfahren kommen bei der Sanierung kontaminierter Böden in Bottrop zum Einsatz?
Am häufigsten wird der belastete Boden ausgehoben und auf einer dafür zugelassenen Deponie entsorgt. Bei leicht bis mittel belasteten Böden setzen wir auch biologische Verfahren wie Landfarming oder die Bodenwäsche ein. Die Wahl hängt von Schadstoffart, -konzentration und Bodenart ab.
Wie läuft eine Sanierung kontaminierter Böden in Bottrop ab?
Zuerst erfolgt die orientierende Erkundung mit Bohrungen und chemischer Analytik. Danach wird ein Sanierungsplan erstellt und mit der Unteren Bodenschutzbehörde abgestimmt. Die Ausführung umfasst Aushub, ggf. Zwischenlagerung, Behandlung und Wiedereinbau oder Deponierung. Abschließend wird ein Sanierungsnachweis erstellt.
Was kostet eine Sanierung kontaminierter Böden in Bottrop?
Die Kosten liegen je nach Schadstoffbelastung, Bodenart und Umfang zwischen 2.750 € und 12.430 € pro Los. Hinzu kommen die Kosten für die chemische Analytik und die behördliche Begleitung. Für ein konkretes Angebot benötigen wir die Ergebnisse der orientierenden Erkundung.