Das Messequipment für die seismische Tomographie in Bottrop besteht aus einem 24-Kanal-Geophon-Array und einer hydraulischen Plattenquelle. Wir positionieren die Geophone entlang eines Profils, das je nach Gelände zwischen 50 und 200 Metern liegt. Die Anregung erfolgt durch einen Fallhammer oder eine kleine Sprengladung, um sowohl refraktierte als auch reflektierte Wellen zu erzeugen. In Bottrop mit seinen eiszeitlichen Sanden und Kiesen unter einer dünnen Deckschicht aus Löss liefert diese Methode klare Geschwindigkeitskontraste. Vor allem für die Gründung von Industriehallen auf dem ehemaligen Zechengelände ist die Unterscheidung zwischen lockerer Auffüllung und gewachsenem Boden entscheidend.

Die seismische Tomographie in Bottrop liefert klare Geschwindigkeitskontraste zwischen Auffüllungen und gewachsenem Boden – essenziell für die Gründung auf ehemaligen Zechenflächen.
Methodik und Umfang
Lokale Besonderheiten
Die quartären Sande und Kiese unter Bottrop zeigen lokal sehr unterschiedliche Lagerungsdichten – besonders entlang alter Rinnen des Rheins. Eine unerkannte Lockersandschicht kann zu Setzungsunterschieden von mehreren Zentimetern führen. Hinzu kommt die Gefahr von Altbergbau-Hohlräumen, die sich mit konventionellen Bohrungen oft nicht erfassen lassen. Die seismische Tomographie in Bottrop kann solche Hohlräume durch Beugungsmuster in den Reflexionsdaten indirekt nachweisen. Ohne diese Vorerkundung riskiert man Risse in Gebäuden oder im schlimmsten Fall einen Grundbruch. Wir empfehlen die Tomographie als ersten Schritt vor jeder tieferen Bohrung.
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Geltende Normen
DIN 4020 (Geotechnische Erkundung), Eurocode 7 – EN 1997-2 (Felduntersuchungen), DIN 4149 (Einwirkungen auf Bauwerke – Erdbeben)
Zugehörige Fachleistungen
Refraktionsseismik (P-Wellen)
Erfassung der P-Wellen-Geschwindigkeiten entlang von Profilen. Geeignet zur Schichtgrenzenbestimmung und zur Ermittlung der Felsüberdeckung in Bottrop.
Reflexionsseismik (P- und S-Wellen)
Hochauflösende Abbildung von Schichtgrenzen und Störungen. Besonders nützlich zur Detektion von Hohlräumen im Altbergbaubereich Bottrops.
Oberflächenwellenanalyse (MASW)
Bestimmung des Scherwellenprofils (Vs30) für die Erdbebenbemessung. Ideal für die Klassifikation des Baugrunds nach DIN 4149 in Bottrop.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Welche Kosten sind für eine seismische Tomographie in Bottrop üblich?
Der Kostenrahmen für eine seismische Tomographie in Bottrop liegt zwischen €2.810 und €4.670, abhängig von Profillänge, Anzahl der Messpunkte und erforderlicher Auswertung. Bei größeren Projekten mit mehreren Profilen reduziert sich der Stückpreis.
Wie tief kann die seismische Tomographie in Bottrop messen?
Mit der Refraktionsseismik erreichen wir in Bottrop Tiefen zwischen 15 und 30 Metern, abhängig von der Energie der Quelle und dem Geschwindigkeitskontrast. Die Reflexionsseismik kann bei günstigen Bedingungen sogar bis 50 Meter tief abbilden.
Brauche ich eine seismische Tomographie, wenn ich nur eine kleine Garage baue?
Für eine einfache Garage reicht meist eine Rammkernsondierung. Die seismische Tomographie in Bottrop wird erst ab Gebäuden mit mehr als zwei Vollgeschossen oder bei sensiblen Industrieanlagen empfohlen, da Setzungen hier kritischer sind.