Bottrop ist eng mit dem Steinkohlebergbau verbunden. Der Abbau unter der Stadt hat tiefe Spuren im Untergrund hinterlassen. Nach der Zeche Prosper-Haniel entstanden weite Flächen für neue Nutzungen. Auf diesen Arealen sind Abdichtungssysteme oft unverzichtbar. Eine präzise Geomembran-Spezifikation entscheidet dann über die Funktionstüchtigkeit der ganzen Konstruktion. Wir berücksichtigen dabei die Setzungsempfindlichkeit des ehemaligen Bergbaugeländes. Für die richtige Wahl der Folienstärke und des Materials führen wir vorab eine geotechnische Beurteilung mit MASW-VS30 durch, um die dynamischen Bodeneigenschaften zu erfassen.

Die richtige Geomembran-Spezifikation hält eine Deponieabdichtung über Jahrzehnte dicht – die falsche Auswahl verursacht jährlich Millionen für Nachbesserungen.
Methodik und Umfang
Lokale Besonderheiten
Ein häufiger Fehler in Bottrop ist die Wahl einer zu dünnen Geomembran für Bergbaufolgelandschaften. Baufirmen greifen oft zu Standardfolien aus dem Katalog. Die ungleichmäßigen Setzungen im ehemaligen Abbaugebiet führen dann zu punktuellen Überdehnungen. Risse entstehen. Das Abdichtungssystem verliert seine Funktion. Wir sehen das regelmäßig bei Sanierungsprojekten. Die Ausbesserungskosten übersteigen dann die ursprüngliche Ersparnis um ein Vielfaches. Eine standortangepasste Spezifikation verhindert genau dieses Szenario.
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DIN EN 13361:2018 – Geomembranen für Deponien, DIN EN ISO 11357-6 – Oxidations-Induktionszeit, DIN EN 1849-2 – Dicke von Kunststoffbahnen, DIN 18 – Spannungsrissbeständigkeit (NCTL)
Zugehörige Fachleistungen
Materialprüfung und Werksabnahme
Wir holen Muster der vorgesehenen Dichtungsbahn ein und prüfen diese im Labor. Dazu gehören OIT-Test, Zugfestigkeit und Maßhaltigkeit. Nach Freigabe dokumentieren wir die Ergebnisse für die Bauakte.
Einbauüberwachung und Dichtheitskontrolle
Auf der Baustelle begleiten wir das Verlegen der Bahnen. Wir führen den Luftdrucktest an den Nähten durch und kontrollieren die Untergrundverdichtung. Jede Naht wird protokolliert.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Was kostet eine Geomembran-Spezifikation in Bottrop?
Der Aufwand liegt je nach Umfang der Prüfungen zwischen 560 und 1.590 Euro. Bei größeren Deponieprojekten mit mehreren Bahnchargen kann der Betrag durch Wiederholungsprüfungen steigen.
Welche Geomembran-Typen eignen sich für Bottroper Bergbauböden?
Für das setzungsempfindliche Gelände empfehlen wir PE-HD mit einer Mindestdicke von 1,5 mm. Die Folie muss eine hohe Spannungsrissbeständigkeit aufweisen. FPP- oder PVC-Bahnen setzen wir nur bei geringeren Anforderungen ein.
Muss die Geomembran-Spezifikation von einem unabhängigen Labor bestätigt werden?
Ja, die Deponieverordnung schreibt eine Fremdüberwachung vor. Wir sind als Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert und stellen die geforderten Werksbescheinigungen aus.
Wie lange dauert die Prüfung einer Geomembran-Charge?
Die Laborprüfung inklusive OIT-Test und Zugversuch ist innerhalb von fünf Arbeitstagen abgeschlossen. Bei zusätzlichen Langzeitprüfungen wie der Spannungsrissbeständigkeit verlängert sich die Dauer auf bis zu vier Wochen.
Welche Unterlagen benötigen Sie für die Spezifikation?
Wir brauchen das Datenblatt des Herstellers, die geplante Einbausituation und die statische Berechnung der Abdichtung. Bei Bestandsanlagen ergänzen wir die Prüfung durch Bohrkernentnahmen zur Schadensanalyse.