Bottrop liegt auf einer Höhe von rund 55 Metern über NHN und weist eine gemischte Geologie aus quartären Sanden, Kiesen und tonigen Schluffen auf. In vielen Baugebieten der Stadt treten setzungsempfindliche Böden auf, die bei Wassereinbruch oder dynamischer Belastung plötzlich nachgeben können. Wir bewerten diese kollabierbaren Böden mit einem abgestimmten Programm aus Feldversuchen und Laboranalysen. Vor größeren Eingriffen kombinieren wir die visuelle Ansprache mit einem geotechnischen SPT zur Ermittlung der Lagerungsdichte und einem CBR-Versuch, um die Tragfähigkeit unter Wasserzutritt zu prognostizieren.

Ein Kollapsversuch im Ödometer zeigt, ob ein lockerer Sand bei Wasserzutritt bis zu 8 % seiner Höhe verliert – entscheidend für die Gründungstiefe.
Methodik und Umfang
- Feldarbeit mit Rammsondierung (DPL/DPH) zur kontinuierlichen Erfassung der Eindringwiderstände.
- Entnahme von ungestörten Zylinderproben für den Ödometer-Kollapsversuch nach DIN 18136.
- Bestimmung des natürlichen Wassergehalts und der Trockendichte im Labor.
- Klassifikation nach DIN 18196 zur Identifikation potenziell setzungsempfindlicher Kornfraktionen.
Lokale Besonderheiten
Die quartären Terrassensedimente unter Bottrop enthalten häufig schluffige Sande mit lockerer Lagerung. Bei Grundwasserabsenkungen oder starken Regenfällen können diese Horizonte schlagartig kollabieren. In der Nähe des Tetraeder-Areals haben wir Setzungen von bis zu 15 cm an einem Wohnhaus dokumentiert, nachdem ein Wasserrohrbruch den Untergrund aufgeweicht hatte. Das Risiko steigt, wenn auf solchen Böden ohne vorherige Bewertung der Setzungsempfindlichkeit gebaut wird.
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Geltende Normen
DIN 18136 (Kollapsversuch), DIN 18196 (Bodenklassifikation), DIN 4094 (Rammsondierung), Eurocode 7 (EN 1997-1:2004)
Zugehörige Fachleistungen
Ödometer-Kollapsversuch
Ungestörte Proben werden im Labor unter definierter Last und Wasserzutritt getestet. Ergebnis: Kollapsbeiwert i_c und Setzungsprognose für das Bauwerk.
Feldrammsondierung DPL/DPH
Kostengünstige und schnelle Erkundung der Lagerungsdichte bis 10 m Tiefe. Geeignet für flächige Bewertung von Bauflächen in Bottrop.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Was sind setzungsempfindliche Böden und wie erkennt man sie?
Setzungsempfindliche Böden sind lockere, nichtbindige oder schwach bindige Sedimente, die bei Wasserzutritt oder Erschütterung stark nachgeben. In Bottrop erkennt man sie an geringer Trockendichte (< 1,6 g/cm³) und niedrigen SPT-Werten (N30 < 10). Ein Kollapsversuch im Labor liefert den sicheren Nachweis.
Welche Kosten sind für eine Bewertung setzungsempfindlicher Böden in Bottrop üblich?
Die Kosten für eine geotechnische Bewertung liegen je nach Umfang und Tiefe zwischen 870 und 2.350 Euro. Der Preis variiert mit der Anzahl der Sondierungen, Laborversuche und der Komplexität des Geländes.
Welche Normen gelten für die Untersuchung kollabierbarer Böden in Deutschland?
Die maßgebliche Norm ist DIN 18136 für den Kollapsversuch. Ergänzend werden DIN 18196 zur Klassifikation und DIN 4094 für Rammsondierungen herangezogen. Bei Bauwerken nach Eurocode 7 ist die Bemessung nach Grenzzuständen erforderlich.