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Einaxialer Druckversuch (UCS) in Bottrop – Laborprüfung für tragfähige Gründungen

Das Ruhrgebiet um Bottrop ist von Wechseln aus Sanden, Kiesen, Schluffen und tertiären Tonen geprägt – eine Folge der eiszeitlichen Terrassen und des Bergbaus. Diese Heterogenität macht den einaxialen Druckversuch (UCS) in Bottrop zu einem unverzichtbaren Werkzeug, wenn es um die Tragfähigkeit von bindigen Böden geht. Vor allem in den südlichen Stadtteilen, wo feinkörnige Schichten dominieren, liefert der UCS verlässliche Werte für die undränierte Scherfestigkeit. Ergänzend dazu setzen wir den Triaxialversuch ein, wenn Spannungsverläufe unter definierten Seitendrücken abgebildet werden müssen. Die Ergebnisse fließen direkt in die Bemessung von Fundamentplatten und Böschungssicherungen ein.

Illustratives Bild von Compresion simple in Bottrop
In den tonigen Schichten unter Bottrop liefert der UCS-Wert die Grundlage für die zulässige Bodenpressung – ein Fehler hier wirkt sich auf die gesamte Gründung aus.

Methodik und Umfang

Im Gegensatz zu locker gelagerten Kiesen im Norden Bottrops zeigen die tonigen Horizonte im Zentrum und Süden ein stark nichtlineares Bruchverhalten. Der einaxiale Druckversuch (UCS) in Bottrop wird daher an ungestörten Bohrkernen ausgeführt, die wir mit einem Schlitzwandgreifer oder Entnahmegerät bergen. Die Prüfung nach DIN 18136 erfolgt an zylindrischen Prüfkörpern mit einem Höhen-Durchmesser-Verhältnis von 2:1. Die axiale Belastung wird mit einer konstanten Verformungsrate von 1% der Probenhöhe pro Minute aufgebracht. Die Spannungs-Dehnungs-Kurve zeigt die Bruchfestigkeit; bei spröden Tonen tritt der Bruch oft bei Dehnungen unter 5% ein, während weiche Tone plastischeres Verhalten aufweisen.

Lokale Besonderheiten

Die größte Gefahr beim einaxialen Druckversuch (UCS) in Bottrop liegt in der Probenqualität: Entnahmestörungen oder Wasserverlust während des Transports verfälschen die Festigkeit um bis zu 30 %. Zudem reagieren die tertiären Tone unterhalb von 5 m Tiefe empfindlich auf Entspannung – ohne sofortige Versiegelung sinkt die gemessene Druckfestigkeit rapide. Auch die natürliche Variabilität innerhalb einer Schicht darf nicht unterschätzt werden. Wir empfehlen daher pro Horizont mindestens drei UCS-Prüfungen sowie eine Korrelation mit dem Cajeput-Penetrometer vor Ort.

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Geltende Normen

DIN 18136:2012-06 (Einaxialer Druckversuch an bindigen Böden), DIN EN 1997-1 (Eurocode 7 – Geotechnische Bemessung), DIN 4020 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke)

Zugehörige Fachleistungen

01

Triaxialversuch (CU / CD)

Konsolidiert-drainierte und konsolidiert-undrainierte Versuche an bindigen und rolligen Böden zur Bestimmung von Scherparametern (c', φ') und Porenwasserdruckentwicklung.

02

Ödometer-Versuch (Kompressionsversuch)

Eindimensionaler Kompressionsversuch nach DIN 18135 zur Ermittlung von Steifemodul, Setzungsbeiwert und Vorbelastungsdruck – essenziell für Setzungsprognosen auf Bottroper Tonböden.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
NormDIN 18136:2012-06
PrüfkörpergeometrieH/D = 2,0 – 2,5
Belastungsgeschwindigkeit1 % der Probenhöhe/min (weggesteuert)
MessgrößenBruchspannung (qu), Bruchdehnung (εf), Spannungs-Dehnungs-Verlauf
ProbenartUngestörte Stechzylinder- oder Kernproben
GültigkeitsbereichBindige Böden (Ton, Schluff, Mergel)

Häufige Fragen

Wann ist ein einaxialer Druckversuch (UCS) in Bottrop sinnvoll?

Immer dann, wenn bindige Böden wie Ton oder Schluff im Gründungsbereich anstehen und die undränierte Scherfestigkeit (cu) für die Bemessung von Fundamenten, Baugrubenwänden oder Böschungen benötigt wird. Der UCS ist schneller und kostengünstiger als ein Triaxialversuch, liefert aber nur die Spitzenfestigkeit ohne Porenwasserdruckmessung.

Welche Probenqualität ist für den UCS in Bottrop erforderlich?

Es werden nur ungestörte Proben verwendet – entweder als Stechzylinder (Durchmesser 50–100 mm) oder als Kernbohrung. Die Proben müssen unmittelbar nach der Entnahme luftdicht verpackt und gekühlt transportiert werden. Jede Erschütterung oder Austrocknung führt zu nicht verwertbaren Ergebnissen.

Wie hoch sind die Kosten für einen einaxialen Druckversuch (UCS) in Bottrop?

Die Kosten für einen UCS an einer einzelnen Probe liegen in Bottrop zwischen 300 € und 500 €, abhängig von Probengröße, Aufbereitungsaufwand und Anzahl der Prüfungen. Bei Serien ab fünf Proben gewähren wir einen Staffelrabatt.

Welche Norm ist für den UCS in Deutschland maßgebend?

Der einaxiale Druckversuch wird in Deutschland nach DIN 18136:2012-06 durchgeführt. Die Norm legt Prüfkörpergeometrie, Belastungsgeschwindigkeit und Auswertung fest. Für die geotechnische Bemessung ist ergänzend der Eurocode 7 (DIN EN 1997-1) anzuwenden.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Bottrop.

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