Die hydraulische Sonde für den Ménard-Druckversuch wird in Bottrop meist mit einem 20-Tonnen-LKW montiert. Das Gerät pumpt Wasser in eine aufweitbare Messzelle, die im Bohrloch auf den Untergrund drückt. Der Druckaufnehmer zeichnet die exakte Spannungs-Verformungs-Kurve auf. In den quartären Sanden und Kiesen der Niederterrasse unter der Bottroper Innenstadt liefert das Verfahren verlässliche Werte für den Verformungsmodul EM. Kombiniert mit einem Schürfgrubenprogramm lässt sich so der obere Baugrund sehr genau charakterisieren. Wir führen den Versuch nach der Norm NF P94-110 durch, die in Deutschland als anerkannte Regel der Technik gilt.

Der Ménard-Druckversuch liefert in Bottrops quartären Sanden den entscheidenden Verformungsmodul EM für realistische Setzungsprognosen unter Bauwerkslasten.
Methodik und Umfang
Lokale Besonderheiten
Ein häufiger Fehler in Bottrop ist der Verzicht auf den Ménard-Druckversuch zugunsten reiner SPT-Profile. Die quartären Sande zeigen oft eine hohe Vorbelastung durch den alten Bergbau, die der SPT nicht abbildet. Wer den Verformungsmodul EM nicht kennt, riskiert Setzungsdifferenzen von mehreren Zentimetern zwischen Bauwerksachse und Randbereich. Besonders kritisch wird es bei der Gründung von Mehrfamilienhäusern auf Streifenfundamenten in den ehemaligen Zechenparzellen nahe der Innenstadt. Ein konservativer Ansatz führt zu überdimensionierten Fundamenten, ein zu optimistischer zu Rissen im Mauerwerk.
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NF P94-110-1:2000 (Pressiometer Ménard), DIN EN 1997-2:2010 (Eurocode 7 – Erkundung und Prüfung), DIN 4020:2010 (Geotechnische Untersuchungen)
Zugehörige Fachleistungen
Druckversuch in Lockergestein (quartäre Sande/Kiese)
Standardausführung mit Bohrkerngewinnung und sofortiger Messung. Geeignet für Flachgründungen auf den Terrassensedimenten der Emscher. Liefert EM-Werte für die Setzungsberechnung nach dem Bettungsmodulverfahren.
Tiefenorientierter Druckversuch in Auffüllungen
Speziell für die bergbaulich überprägten Flächen Bottrops. Die Sonde wird bis 15 m Tiefe in die heterogenen Auffüllungen eingebracht. Ermöglicht die Differenzierung zwischen tragfähigen Sandlinsen und weichen Schluffzonen.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Wie läuft ein Ménard-Druckversuch in Bottrop ab?
Zuerst wird ein Bohrloch mit 60-80 mm Durchmesser bis zur Messtiefe vorgeschlagen. Die Messzelle wird eingeführt und in 11 Belastungsstufen mit Druck beaufschlagt. Nach jeder Stufe wird der Druck 30 Sekunden gehalten. Die Druck-Verformungs-Kurve wird digital aufgezeichnet. Vor Ort werten wir den Grenzdruck pl und den Pressiometermodul EM aus.
Was kostet ein Ménard-Druckversuch in Bottrop?
Die Kosten für einen Ménard-Druckversuch in Bottrop liegen je nach Tiefe und Anzahl der Messpunkte zwischen 860 und 1.250 Euro pro Bohrloch. Bei mehreren Messpunkten reduziert sich der Stückpreis. Eine genaue Offerte erhalten Sie nach Angabe der Bohrtiefe und der Anzahl der gewünschten Prüfhorizonte.
Welche Vorteile bietet der Ménard-Druckversuch gegenüber SPT?
Der Ménard-Druckversuch misst direkt den Verformungsmodul EM, der für Setzungsprognosen benötigt wird. Der SPT liefert nur einen indirekten Indexwert. In Bottrops quartären Sanden mit wechselnden Schluffbänken erfasst der Druckversuch zudem die rheologischen Eigenschaften des Bodens, die bei heterogenen Auffüllungen entscheidend sind. Der SPT bleibt dagegen eine punktuelle Eindringprüfung ohne Spannungs-Dehnungs-Kurve.