Bottrop wuchs aus dem Bergbau. Der Steinkohleabbau hat den Untergrund über Jahrzehnte geprägt: Tagesbrüche, alte Grubenbaue und heterogene Auffüllungen sind heute die Regel, nicht die Ausnahme. Jede bodenmechanische Untersuchung in Bottrop muss diese Bergbaufolgen systematisch erfassen. Wir starten mit der Sichtung historischer Risswerke und Altbergbaukarten, um Hohlräume und Lockergesteinszonen zu lokalisieren. Erst dann planen wir die Feldkampagne – Bohrungen, Rammsondierungen und geophysikalische Erkundung mit Georadar GPR zur Detektion von Hohlräumen. Ohne diesen Vorlauf ist keine verlässliche Gründungsempfehlung möglich.

Bergbaubedingte Hohlräume und heterogene Auffüllungen erfordern eine bodenmechanische Untersuchung mit historischer Recherche – ohne Risswerk kein verlässliches Gutachten.
Methodik und Umfang
Lokale Besonderheiten
In Bottrop sehen wir oft, dass Bauherren die Setzungsmulden alter Abbaue unterschätzen. Differenzen von 20 bis 30 cm über 50 Meter sind keine Seltenheit. Eine bodenmechanische Untersuchung ohne Berücksichtigung der Resthohlräume führt zu Gründungen, die später reißen. Wir arbeiten mit numerischen Modellen, die die Geometrie der alten Grubenbaue abbilden, und berechnen daraus die zu erwartenden Zwängungen. So vermeiden wir Schäden an Bauwerken, die auf den ersten Blick standsicher wirken.
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Geltende Normen
DIN 4020 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke), Eurocode 7 – DIN EN 1997-1:2014, DIN 18196 (Bodenklassifikation), DIN 4094 (Rammsondierungen)
Zugehörige Fachleistungen
Felduntersuchungen und Bohrungen
Rammkernbohrungen bis 30 m Tiefe, schwere Rammsondierung (DPH) und Entnahme gestörter sowie ungestörter Proben nach DIN EN ISO 22475.
Laborversuche an Bottroper Böden
Korngrößenverteilung, Zustandsgrenzen, Proctordichte und Triaxialversuche zur Ermittlung der Scherparameter für die Gründungsbemessung.
Geotechnisches Gutachten mit Gründungsempfehlung
Bewertung der Tragfähigkeit, Setzungsberechnung nach EC 7 und Empfehlung für Flach- oder Tiefgründung unter Berücksichtigung des Altbergbaus.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Welche Normen gelten für die bodenmechanische Untersuchung in Bottrop?
Maßgeblich sind DIN 4020 für die Planung der Untersuchung, DIN EN 1997-1 (EC 7) für die Bemessung und DIN 18196 für die Bodenklassifikation. Bei Altbergbauflächen kommt zusätzlich die Empfehlung des Arbeitskreises 'Geotechnik der Bergbaufolgelandschaften' zur Anwendung.
Wie tief müssen Bohrungen in Bottrop für eine zuverlässige Aussage reichen?
Das hängt von der Mächtigkeit der Auffüllungen und der Lage alter Grubenbaue ab. In der Regel bohren wir 15 bis 30 m tief, um die Lockergesteinsschichten vollständig zu durchörtern und den gewachsenen Fels zu erreichen. Bei verdächtigen Hohlräumen verlängern wir die Aufschlüsse gezielt.
Was kostet eine bodenmechanische Untersuchung in Bottrop?
Der Kostenrahmen liegt für ein Einfamilienhaus in Bottrop zwischen €2.860 und €4.080. Größere Projekte mit mehreren Bohrungen und Laborversuchen sind entsprechend teurer. Die genaue Höhe hängt von der Tiefe der Aufschlüsse und der Anzahl der Versuche ab.
Erkennen Sie mit der bodenmechanischen Untersuchung auch alte Bergbauschächte?
Indirekt ja. Durch Kombination von Bohrprofilen, Rammsondierungen und Georadar lassen sich Hohlräume und Lockergesteinszonen identifizieren. Einen direkten Schachtaufschluss liefert nur die gezielte Bohrung an der vermuteten Stelle – das planen wir nach Aktenlage und geophysikalischer Vorerkundung.
Wie lange dauert eine bodenmechanische Untersuchung in Bottrop?
Reine Feldarbeiten sind meist in 2 bis 5 Tagen erledigt. Hinzu kommen 2 bis 4 Wochen für Laborversuche und die Ausarbeitung des Gutachtens. Bei komplexen Altbergbaufragen kann die Vorlaufzeit für die Recherche der Risswerke weitere 1 bis 2 Wochen betragen.