In Bottrop sehen wir häufig, dass die geologischen Verhältnisse im Ruhrgebiet – insbesondere die Wechsel von Bergsenkungsgebieten und alten Haldenuntergründen – eine besondere Herausforderung für den Fahrbahnbau darstellen. Die Tragfähigkeit des Untergrunds schwankt hier stark, oft auf kleinstem Raum. Deshalb ist eine gründliche geotechnische Untersuchung vor jedem Straßenprojekt unerlässlich. Ergänzend zur klassischen Rammsondierung setzen wir auf CBR-Versuche im Labor, um die Verformbarkeit des Bodens realitätsnah zu bewerten.

Der Wechsel von Bergsenkungsgebieten und Haldenuntergründen erfordert in Bottrop eine standortspezifische Bemessung des Fahrbahnoberbaus.
Methodik und Umfang
Lokale Besonderheiten
Die typischen Ruhrsandsteine und Schluffe in Bottrop neigen bei hohem Grundwasserstand zu Frosthebungen. In Senkungsbereichen ehemaliger Bergbaustollen können unerwartete Hohlräume auftreten, die zu plötzlichen Setzungen unter der Fahrbahndecke führen. Eine unzureichende Verdichtung der Planumsschicht oder fehlende Dränage verschärft das Problem. Wir empfehlen deshalb vor Beginn der Asphaltierung eine ergänzende Rammsondierung (DPL-5) im Raster von 3 m, um lokale Schwachstellen zu identifizieren.
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E-Mail: kontakt@geotechnik.sbsGeltende Normen
RStO 12 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen), ZTV E-StB 17 (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für Erdarbeiten im Straßenbau), DIN 18134 (Plattendruckversuch), DIN 18127 (Proctorversuch), TP BF-StB (Technische Prüfvorschriften für Boden und Fels im Straßenbau)
Zugehörige Fachleistungen
Baugrunduntersuchung für Straßen
Schürfgruben, Rammkernsondierungen und Laborversuche zur Bestimmung von Tragfähigkeit, Frostempfindlichkeit und Verdichtbarkeit des Untergrunds.
Fahrbahnbemessung nach RStO
Dimensionierung des mehrschichtigen Oberbaus (Asphalt, Beton, Pflaster) unter Berücksichtigung der Belastungsklasse und der örtlichen Bodenverhältnisse.
Qualitätssicherung vor Ort
Durchführung von Plattendruckversuchen, Rammsondierungen und Dichteprüfungen (Sandvolumenmethode) zur Abnahme der Planumsschicht.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Welche Normen gelten für den Fahrbahnbau in Bottrop?
Maßgeblich sind die RStO 12, ZTV E-StB 17 und die DIN 18134 für Plattendruckversuche. Bei Bergsenkungsgebieten empfehlen wir zusätzlich die Empfehlungen des Arbeitskreises „Baugrunddynamik“.
Wie läuft eine geotechnische Untersuchung für eine Straße in Bottrop ab?
Zuerst erfolgt eine Schürfgrube oder Rammkernsondierung zur Bodenansprache. Danach folgen Laborversuche (Kornverteilung, Proctordichte, CBR). Die Ergebnisse fließen in die Fahrbahnbemessung nach RStO 12 ein.
Was kostet eine Straßengeotechnik-Untersuchung in Bottrop?
Die Kosten liegen je nach Umfang zwischen 710 € und 4.220 €. Ein Standardangebot für eine Wohnstraße (ca. 3 Aufschlüsse + Labor) startet bei etwa 1.200 €.