Bottrop liegt im Ruhrgebiet auf einer Höhe von rund 55 Metern über NHN und ist von einer komplexen Bergbaufolgelandschaft geprägt. Die Böden wechseln hier zwischen Auffüllungen, Geschiebelehmen und teilweise organischen Schichten – eine Herausforderung für jedes Bauprojekt. Für eine verlässliche Gründungsplanung setzen wir auf die Schürfgrube (Sondierbohrung) als erstes Erkundungsmittel. Sie erlaubt uns, den Schichtenaufbau direkt zu sehen, Störungen zu erkennen und Proben für die Klassifikation der Böden zu entnehmen. In Bottrop haben wir damit schon mehrfach unerwartete Altlasten oder Hohlräume aus dem Bergbau identifiziert, bevor die eigentliche Bauphase begann.

Eine Schürfgrube in Bottrop deckt Bergbauhohlräume und weiche Auffüllungen auf, die sonst unentdeckt blieben.
Methodik und Umfang
Lokale Besonderheiten
Ein konkretes Beispiel: In einem Neubaugebiet in Bottrop-Fuhlenbrock stießen wir bei einer Schürfgrube auf eine 2,5 Meter dicke Auffüllung aus Bergematerial und Bauschutt – darunter stand weicher Schluff mit einer Konsistenz von halbfest bis weich. Ohne diese Erkundung hätte der Planer eine Flachgründung vorgesehen, die zu Setzungsdifferenzen von mehr als 5 cm geführt hätte. Wir empfehlen daher bei jedem Bauvorhaben in Bottrop mindestens eine Schürfgrube pro 500 m² Grundfläche, um solche Risiken auszuschließen.
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DIN 4020 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN EN ISO 14688 – Benennung und Beschreibung von Böden, DIN 18196 – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke
Zugehörige Fachleistungen
Bodenansprache und Probenahme
Detaillierte Aufnahme des Schichtenprofils, Entnahme von gestörten und ungestörten Proben für Laborversuche (Kornverteilung, Wassergehalt, Scherfestigkeit) – direkt vor Ort in Bottrop.
Verfüllung und Verdichtungskontrolle
Nach Abschluss der Erkundung wird die Schürfgrube lagenweise mit dem Aushubmaterial verfüllt und auf mindestens 97 % Proctordichte verdichtet, dokumentiert mit einem Protokoll.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Wie tief wird eine Schürfgrube in Bottrop normalerweise ausgehoben?
Die Tiefe richtet sich nach der geplanten Gründungsebene plus 0,5 m Sicherheitsreserve. Üblich sind 2,5 bis 4 Meter. In Bottrop kann es nötig sein, tiefer zu gehen, wenn Bergbau-Auffüllungen oder weiche Schichten vorliegen.
Welche Normen gelten für die Durchführung einer Schürfgrube?
Wir arbeiten nach DIN 4020 (Geotechnische Untersuchungen) und DIN EN ISO 14688 (Bodenbeschreibung). Die Verfüllung erfolgt nach den Vorgaben der ZTV E-StB.
Wann ist eine Schürfgrube sinnvoller als eine Rammkernsondierung?
Eine Schürfgrube bietet den Vorteil, dass Sie den Boden direkt sehen, Störungen erkennen und gestörte/ungestörte Proben entnehmen können. In Bottrop ist sie besonders bei Altlastenverdacht oder Bergbaufolgen die erste Wahl.
Was kostet eine Schürfgrube in Bottrop ungefähr?
Der Preis liegt zwischen 430 und 810 Euro pro Grube, abhängig von Tiefe, Zugänglichkeit und Anzahl der Proben. Wir erstellen Ihnen gern ein verbindliches Angebot für Ihr konkretes Grundstück.